La Seu: Die Kathedrale von Palma

Der Bau der im Volksmund als „La Seu“ bekannten Kathedrale von Mallorca begann im dreizehnten Jahrhundert. Hierbei handelt es sich um eine Kathedrale im gotisch-levantinischen Stil (der gekennzeichnet ist durch einen Grundriss im deutschen Stil) mit dem größten gotischen Rosettenfenster der Welt, das auch als „das gotische Auge“ bekannt ist. Ihr Kirchenschiff ist zudem eines der höchsten der gotischen Kathedralen Europas.

Die Geschichte der Kathedrale ist eng mit der einheimischen Monarchie verbunden. Die Anfänge des bedeutendsten Baudenkmals der mallorquinischen Gotik gehen bis ins dreizehnte Jahrhundert zurück. Nach der Eroberung von Medina Mayurca ("Mallorca-Stadt", wie Palma damals hieß) im Jahr 1229, ordnete Jakob I., König von Aragon und Graf von Barcelona, an, die alten Hauptmoschee der Jungfrau Maria als Gotteshaus des christlichen Kultes zu weihen sowie den Bau eines neuen Gebäudes im Stil der damaligen Zeit.